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| Zeitgenössische Inuit-Kunst |
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Der Begriff “Zeitgenössische Bildhauerkunst der Inuit” bezieht sich auf eine breite Skala von Werken kanadischer Inuit seit den
späten vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Es ist eine faszinierende Kunstform, die ihr Entstehen und ihre Dynamik zu einen
großen Teil dem Aufeinandertreffen zweier Kulturen in der heutigen kanadischen Gesellschaft verdankt: der traditionellen Inuit-Kultur
und der westlichen Kultur des 20. Jahrhunderts.
Die Schnitzereien haben in ihrer Schlichtheit einen Charme, eine Unmittelbarkeit und Frische, durch die sie sich von bloßen
Souvenirs abheben; gleichzeitig vermitteln sie jedoch den Eindruck von Unschlüssigkeit.
Die Nachfrage nach Kunst der Inuit ist in der letzten Zeit nicht nur in Kanada und den USA, sondern auch international ständig gewachsen.
Einige prominente europäische Galerien haben regelmäßige Ausstellungen; in Berlin, Paris, London, Zürich waren sogar ältere
Sammlungen und bedeutsame Ausstellungen in Museen zu sehen.
Die Inuit-Kunst der Gegenwart begann ihren Aufstieg Ende der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Damals erkannte die kanadische
Regierung, dass das Kunsthandwerk der Inuit - insbesondere die Steinarbeiten - einen potentiellen Wirtschaftsfaktor für diese Menschen
darstellte. In der Folge förderte die Regierung die künstlerische Arbeit und Handwerkskunst, aktiv unterstützt durch die Canadian
Handicrafts Guild. In den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gründeten Inuit in den meisten Siedlungen des hohen Nordens
Konsumgenossenschaften (co ops) die sie selbst leiten; im südlichen Kanada entstanden Vertriebsagenturen für Inuit-Kunst.
Heute bildet das Schnitzen von Skulpturen in vielen abgelegenen Inuit-Siedlungen der Arktis eine wichtige und dringend benötigte
Einkommensquelle; darüber hinaus hat sich die Inuit-Kunst auf dem Kunstmarkt ein internationales Ansehen verschafft. Mittlerweile feiert bereits die zweite Generation der Inuit-Kunstschaffenden internationale Erfolge.
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| Themen und Motive der Inuit-Kunst |
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Auf den ersten Blick erscheinen die Inuit-Skulpturen relativ homogen. Tatsächlich aber sind ihre Themen und Stilformen ausgesprochen variabel. Die Motive und Themen der zeitgenössischen Inuit-Kunst unterscheiden sich von Region zur Region. Neben klassischen Motiven finden sich Darstellungen von kunstvoll geschnitzten Tieren, wie tanzende Bären, Walrosse und Eulen. Realistische Darstellungen wie Mutter und Kind, Jäger mit Sohn, stehen neben surrealistischen und expressionistischen Ansätzen, häusliches Leben ist ebenso Thema wie Dämonenfiguren, Geister und Schamanen.
Der persönliche Stil der einzelnen Inuit-Künstler und Künstlerinnen lässt sich bei genauerem Hinschauen leicht erkennen. Manche KünstlerInnen wollen die Grenzen des Steins ausweiten oder überspielen, sie schaffen dabei eine bemerkenswerte Vielfalt an Figuren mit expressiven Gesten und teils einer gewissen Theatralik. (Composition, Verwandelung der Trummler als Shaman oder Tanzender Eule)
Das Volk der kanadischen Inuit hat weltweit den höchsten Prozentsatz an KünstlerInnen. Der Grund dafür mag in den lange überlieferten handwerklichen Fähigkeiten liegen, in den Mythen und Traditionen, die in die Werke einfließen. Nicht zuletzt spielt auch die Ermunterung durch den Staat eine Rolle, die inzwischen auch zu übermannshohen Großfiguren geführt hat.
Arctic Inuit Fine Arts bringt als erste Galerie die zeitgenössische Kunst der Ureinwohner (indigener Volker) aus Kanada und den U.S.A. nach Wien. Galeristin Marianne Herwig zeigt wechselnde Ausstellungen von Inuit Kunst der Gegenwart aus Kanada sowie der Indianer Nordamerikas. Sie wählt die Sammlungen sorgfaltig aus; die präsentierten Künstler und Künstlerinnen haben sich in prominenten Galerien einen Namen gemacht, die Kunstwerke sind Einzel- und Sammlerstucke.
Weitere Informationen und zahlreiche Bilder finden Sie unter www.arcticfinearts-austria.com, 1080 Wien, Strozzigasse 47
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